Collage pour femme

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Collage 

51 x 40 cm 

Material : Starkes schweres Papier, bemalt.mit Pastell, Kohle, Ausschnitte aus Magazinen, signiert 

 

Dieses Bild wirkt wie ein visuelles Tagebuch – roh, vielschichtig und voller Brüche. Unterschiedliche Techniken und Materialien treffen hier unmittelbar aufeinander: Malerei, Zeichnung und Collage verschmelzen zu einer dichten, beinahe überladenen Komposition, die zwischen Intimität und Chaos oszilliert.
Im Zentrum scheint sich eine fragmentierte Figur zu formen, deren Konturen nur angedeutet sind. Schwarz-weiße Bildelemente – darunter ein angeschnittenes Gesicht und der Körper eines Babys – stehen in starkem Kontrast zu den leuchtenden, expressiven Farbflächen. Diese Gegenüberstellung erzeugt eine Spannung zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen etwas sehr Persönlichem und einer wilden, unkontrollierten Energie.
Die Farbigkeit ist laut und direkt: kräftiges Rot, Gelb, Blau und Türkis stoßen auf dunkle, fast aggressive schwarze Linien, die sich wie Risse oder Nervenbahnen durch das Bild ziehen. Punktmuster, ornamentale Flächen und comicartige Fragmente tauchen auf und verschwinden wieder, als würden verschiedene Realitätsebenen übereinandergelegt.
Besonders auffällig ist das Motiv des Kindes – es wirkt wie ein Ankerpunkt im Bild, ein Symbol für Ursprung, Verletzlichkeit oder Erinnerung. Gleichzeitig wird dieses Motiv nicht ruhig präsentiert, sondern eingebettet in ein visuelles Umfeld, das von Bewegung, Überlagerung und innerer Unruhe geprägt ist.
Das Werk lässt sich als Auseinandersetzung mit Identität, Körper und Erinnerung lesen. Es wirkt fragmentarisch, fast wie ein innerer Monolog in Bildern – nicht linear, sondern sprunghaft, emotional und offen. Der Blick wird immer wieder neu gelenkt, ohne je einen festen Halt zu finden, und genau darin liegt die Kraft dieses Bildes: Es fordert nicht, verstanden zu werden, sondern erlebt zu werden.